Hauke Grabau, Verantwortlicher für den Bereich Recycling bei AST: „Mit dem neuen Kompetenzzentrum wollen wir es schaffen, langfristig die Rezyklatquote in unseren Erzeugnissen zu erhöhen.“

AST Gruppe und Lindner starten mit Kompetenzzentrum für nachhaltigen Ressourceneinsatz bei HDPE-Produkten

Erndtebrück (Deutschland), März 2021. Der europäische Hersteller von Kunststoffkanistern, -fässern und -flaschen AST hat es sich zum Ziel gesetzt, langfristig die Rezyklatquote in seinen Erzeugnissen zu erhöhen und strebt an, sich selbst um die Versorgung mit diesem „Rohstoff“ zu kümmern. Daher investiert AST in ein neues Kompetenzzentrum mit einer kompletten Kunststoffrecycling-Linie zur Aufbereitung von Post-Industrial- und Post-Consumer-HDPE (High Density Polyethylen). Als Projektpartner vertraut man dabei auf die Expertise und eine Systemlösung von Lindner.

Seit 1977 werden in Erndtebrück, Deutschland bei AST Kunststoffverarbeitung GmbH hochwertige Verpackungen mit Zulassung für Gefahrgut hergestellt. Das Unternehmen zählt heute zu den Marktführern in Europa, wenn es um Behältnisse aus Kunststoff für chemische Erzeugnisse oder Lebensmittel geht. Derzeit arbeitet man mit Hochdruck daran, die Nachhaltigkeit der Produkte unter Einsatz von recyceltem Material zu erhöhen.

Zentrale von AST Kunststoffverarbeitung GmbH in Erndtebrück, Deutschland

Fragt man bei AST nach, was es mit dem neuen Kompetenzzentrum auf sich hat, wird schnell die Komplexität des Themas klar. Hier treffen gesetzliche Vorgaben in Punkto Produktsicherheit auf die Grundsätze der Circular Economy und EU-Strategien zur Vermeidung von Plastikabfällen. Mit dem gestarteten Projekt möchte man Erfahrungen sammeln, Wegbereiter für künftige Strategien sein und den Einsatz von Rezyklaten in die Serienfertigung von technisch anspruchsvollen HDPE-Gebinden bringen. Letztlich ist das Ziel, einen nachhaltigen Rohstofffluss aus eigener Kraft herstellen zu können. Das neue Kompetenzzentrum dient als Pilotprojekt, um die Erfahrungen und das Know-how in weiterer Folge an den AST-Standorten in Süddeutschland, Belgien, den Niederlanden und Großbritannien zu nutzen.

Als Technologie- und Entwicklungspartner hat sich AST für die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Branchenpionier Lindner entschieden. Die Wasch- und Sortierkomponenten kommen von dem auf Kunststoffrecycling spezialisierten Unternehmen Lindner Washtech, welches sich auch gemeinsam mit AST für das gesamte Engineering der Anlage verantwortlich zeigt. Komplettiert wird die Systemlösung von den Zerkleinerern der Muttergesellschaft Lindner Recyclingtech. Dazu führt Hauke Grabau, Verantwortlicher für den Bereich Recycling bei AST, aus: „Wir verarbeiten Kunststoff erster Güte zu qualitativ hochwertigen Kanistern, Fässern und Flaschen und sind der Meinung, dass dieser Rohstoff nicht in der pauschalen Verwertung landen darf. Mit dem neuen Kompetenzzentrum wollen wir es schaffen, dieses wertvolle Material im Kreislauf zu halten. Meine langjährige Erfahrung in Bereich Kunststoffrecycling hat mir gezeigt, dass Lindner hier das beste Gesamtpaket und die Kompetenz in der werkstofflichen Wiederverwendung von Polymeren bietet. Wir haben von Anfang an gesehen, dass bei Lindner die Bereitschaft da ist, neue Probleme anzugehen und wir bei der gemeinsamen Entwicklung des Projekts voneinander lernen können."

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