Polaris Einwellenzerkleinerer von Lindner optimiert einstufige Ersatzbrennstoff-Aufbereitung

Polaris 2200 und 2800 sind zwei neue Einwellenzerkleinerer von Lindner, die für das kosteneffiziente Schreddern von nicht vorbehandeltem Haus-, Industrie- und Gewerbemüll in nur einer Stufe optimiert sind. Ihr typischer Einsatzbereich ist die Aufbereitung von Ersatzbrennstoff (EBS), der anstelle fossiler Energieträger im Kalzinator von Zementwerken oder in thermischen Kraftwerken verwendet wird. Weil sie mit besonders geringer Betriebsdrehzahl und entsprechend hohem Drehmoment laufen, schneiden ihre Messer das Aufgabegut mit der großen Kraft, die der einstufige Prozess erfordert. Der Typ 2200 mit 4090 x 3000 mm großer Einfüllöffnung und 2115 mm Rotorlänge zerkleinert beispielsweise bis zu 22 t Gewerbe- und Industriemüll pro Stunde. Bis zu 32 t/h erreicht der Polaris 2800 mit 4779 x 2370 mm großer Einfüllöffnung und 2805 mm Rotorlänge. Je nach Wahl der Siebe resultieren Endkorn-Abmessungen von 50 mm bis 120 mm.

Die Einwellen-Zerkleinerungstechnologie von Lindner sorgt mit ihrem schneidenden Prinzip und der automatisierten Nachdrückerregelung für konstanten Austrag bei gleichmäßiger Korngröße. Jede einzelne Komponente des Systems zeichnet sich durch ihre für Lindner typische Robustheit aus. Dies beginnt bei dem besonders massiven Chassis und den leistungsstarken, hoch zuverlässigen Asynchronmotoren mit Nennleistungen von 200 kW (Typ 2200) bzw. 2 mal 132 kW (Typ 2800). Der bei Lindner Shreddern bewährte, zweistufige Riemenantrieb überträgt das sehr hohe Drehmoment auf den Rotor. Wenn nicht zerkleinerbare Störstoffe auftreten, lässt die integrierte Rutschkupplung die Maschine sicher zum Stillstand kommen. Die großflächige, hydraulische Wartungsklappe und Türen bieten komfortablen Zugang zum Arbeitsraum, beispielsweise um die sechs bzw. acht leicht handhabbaren Siebmodule zu tauschen oder um die vierseitig nutzbaren Messer zu drehen.

Ideal für anwendungsoptimierte EBS

Mit der Entwicklung der Polaris Einwellen-Schredder fördert Lindner den Trend, EBS ideal abgestimmt auf die geplante Anwendung aufzubereiten und dadurch kosten- und leistungsbezogen mit maximaler Effizienz zu arbeiten. Anwendern, die EBS für den eigenen Bedarf aufbereiten, gibt er die Möglichkeit, ihre Produktion kosteneffizienter zu machen. Denjenigen Kunden, die Abfälle aufbereiten, um sie als EBS zu vermarkten, eröffnet der robuste, wartungsarme Polaris Wege zur Realisierung höherer Margen.

Dazu Stefan Scheiflinger, Product Manager bei Lindner Recyclingtech: „Bei der Aufbereitung von Abfällen zu Ersatzbrennstoffen haben hoher Durchsatz und geringe Zerkleinerungskosten pro Tonne einen noch höheren Stellenwert als in anderen industriellen Prozessen. Dies gilt in besonderem Maße für die Bereitstellung von EBS für den Einsatz im Kalzinator. Zugleich stellt die Aufgabe, unbehandelten, teils sperrigen Müll in nur einem Prozessschritt auf Korngrößen von 80 mm und darunter zu zerkleinern, besonders hohe Ansprüche an die Ausführung des dafür verwendeten Schredders. Mit dem neuen Polaris erfüllen wir genau diese Anforderungen. Er erweist sich in der Praxis als energieeffizientes System, das zuverlässig funktioniert, im Bedarfsfall leicht zugänglich für Reinigungs- und Wartungsarbeiten ist und dadurch unter dem Strich eine konstant hohe Produktivität ermöglicht.“

Der Markt nimmt das Konzept, nicht vorbehandelte Abfälle in einem einzigen Prozessschritt zu zerkleinern, sehr gut an. Scheiflinger weiter: „Seit wir die neue Polaris auf der IFAT im Mai 2016 erstmals präsentiert haben, konnten wir durchschnittlich eine Maschine pro Monat verkaufen. Und in diesem Jahr werden eine ganze Reihe weiterer Abschlüsse folgen.“

Das von den neuen Polaris Einwellen-Schreddern bereitgestellte, relativ grobkörnige Schreddergut hat – abhängig vom Material – einen mittleren Brennwert von 15 bis 18 MJ pro kg und eignet sich damit ideal für die Verwertung im Kalzinator. Dem gegenüber stellt der Einsatz von EBS als Sekundärbrennstoff in der Hauptbrennkammer des Zementwerks, wo Temperaturen bis zu 2000 °C erreicht werden, andere Anforderungen an die Eigenschaften des EBS. Hier bleiben zweistufige Systeme von Lindner eine erste Wahl. Bestehend aus einem Jupiter Vorzerkleinerer, einer Separieranlage und einem Komet Nachzerkleinerer, erzeugen sie ein dafür optimales Schreddergut mit definiertem Korn der Größe kleiner 35 mm.

Pilotanwendung belegt Kosteneffizienz

Der Klagenfurter Entsorgungsfachbetrieb KAB Kärntner Abfallbewirtschaftung (www.kab.co.at), der eine auf höchstem technischen Standard ausgestattete Anlagen zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen betreibt, hat als einer der ersten Aufbereiter Praxiserfahrungen mit dem neuen Polaris gesammelt. Dazu Geschäftsführer Werner Bleiberger: „Wir wollten die ökonomischen Vorteile des einstufigen Zerkleinerns auch in unserem Unternehmen nutzen. Auf der Suche nach einem modernen, leitungsstarken System sind wir auf Lindner aufmerksam geworden. Dort hat man uns einen ersten Prototyp des Polaris für rund ein Jahr zum Testen überlassen. In diesem Zeitraum hat das System seine Effizienz, Zuverlässigkeit, Wartungsarmut und -freundlichkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das kompromisslose Bekenntnis von Lindner zu höchster Qualität und die erfolgreiche Umsetzung in die Praxis haben uns überzeugt.“

Das Video https://youtu.be/LHMAzQF04lY zeigt den neuen Polaris Einwellenzerkleinerer von Lindner in Aktion.

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