Die Plastics Recycling Show Europe (PRSE) in Amsterdam wird am 5. und 6. Mai 2026 erneut zum zentralen Branchentreffpunkt und bringt Expert:innen aus ganz Europa zusammen. Auf Stand D16 stellt Lindner leistungsstarke Anlagen-, Schredder- und Servicelösungen im Kunststoffrecycling vor. Im Fokus: Rezyklatqualität, Energieeffizienz und Prozessoptimierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Im Rahmen der europäischen Recyclingfachmesse stellt Lindner integrierte Systemlösungen und innovative Technologien für die Kunststoffaufbereitung vor. Unter dem Leitmotto „Ready for the future of your business“ positioniert sich das Unternehmen als verlässlicher Partner der Branche. Die Technologiepartnerschaft zwischen Lindner Washtech und EREMA zeigt zudem, wie integrierte Prozesslösungen neue Benchmarks entlang der gesamten Wertschöpfungskette setzen. Zu den Highlights am Messestand zählen Innovationen im mechanischen Recycling mit Reinheitsqualitäten, die den Einsatz von Rezyklaten im Lebensmittel-, Kosmetik- und Hygienebereich ermöglichen.
Zuverlässige Performance entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Mit fast 80 Jahren Erfahrung im Abfall-Management und Recycling gehört Lindner zu den etablierten Lösungsanbietern der Recyclingindustrie. Das Portfolio reicht von leistungsstarken Einzelmaschinen bis hin zu integrierten Systemlösungen und wird durch umfassende Service- und Lifecycle-Leistungen ergänzt. Im Kunststoffrecycling deckt Lindner seit vielen Jahrzehnten die zentralen Prozessschritte Zerkleinern, Sortieren und Waschen ab. Mehr als 250 weltweit installierte Waschlösungen unterstreichen die internationale Projekt- und Prozesskompetenz.
Durch die Technologiepartnerschaft zwischen Lindner Washtech und EREMA wird der Recyclingprozess nun ganzheitlich abgebildet. Die Erfahrung von Lindner Washtech in der mechanischen Aufbereitung und EREMAs Know-how in der Extrusion fügen sich zu einem durchgängigen System zusammen. Das Ergebnis ist eine integrierte Gesamtlösung – vom Feedstock bis zum einsatzfähigen Rezyklat.
Unter dem Projekttitel „Added Values“ wurden gemeinsam Vorteilspakete entwickelt, die auf Energieeffizienz, optimierten Materialfluss, hohe Anlagenverfügbarkeit und Prozessstabilität abzielen. Einheitliche Schnittstellen, durchgängige Anlagenvernetzung (Key Data Swap) sowie ein gemeinsamer First-Level-Support erhöhen die Transparenz und die Betriebs- und Investitionssicherheit. Neben perfekt aufeinander abgestimmter Maschinentechnik steht auch eine koordinierte Projektabwicklung im Fokus – ein absoluter Mehrwert für den Kunden mit messbaren Vorteilen hinsichtlich Qualität, Durchsatzleistung und Wirtschaftlichkeit.
Bottle-to-Bottle Kreislauf mit Food-Grade Qualität
Einen weiteren Schwerpunkt legt Lindner auf das Recycling von Post-Consumer-Kunststoffen. Gerade die Herstellung von Rezyklaten in Food-Grade-Qualität gilt als eine der anspruchsvollsten Aufgaben im Kunststoffrecycling. Food-Grade-Rezyklate sind recycelte Kunststoffe mit geprüfter Lebensmitteltauglichkeit und erfüllen höchste Anforderungen in puncto Reinheit und Sicherheit. Am Beispiel des nordirischen Recyclingbetriebs Polymer Matters zeigt Lindner, wie die industrielle Herstellung von lebensmitteltauglichem rHDPE-Granulat aus gebrauchten Milchflaschen mithilfe modernster Wasch- und Extrusionstechnologie erfolgreich umgesetzt werden kann. Grundlage ist ein präzise abgestimmter Gesamtprozess vom Sortieren über die Kalt- und Heißwäsche bis hin zur nachgeschalteten Extrusion und thermischen Dekontamination. Im europäischen Zulassungsverfahren wurde die erste EFSA-Stufe erreicht, sodass das Rezyklat für die Herstellung von Milchflaschen bereits eingesetzt werden darf. Das Vorzeigeprojekt zeigt, dass ein ganzheitlich abgestimmter mechanischer Recyclingprozess sowohl hohe Rezyklatqualität, als auch Energieeffizienz für anspruchsvolle Anwendungen wie Food-Grade-Recycling ermöglicht.
Darüber hinaus präsentiert Lindner mit Flexloop eine weitere revolutionäre mechanische Recyclingtechnologie. Flexloop ist eine von P&G entwickelte Technologie. Lindner hält dafür die weltweite Exklusivlizenz und hat sie für den industriellen Einsatz skaliert. Diese Technologie nutzt einen lösungsmittelbasierten Extraktionsprozess und entfernt gezielt Verunreinigungen wie NIAS (non-intentionally added substances), Gerüche, Klebstoffe oder Druckfarben aus den Polymerketten, ohne diese zu beschädigen. Die erreichte Reinheit eröffnet neue Einsatzmöglichkeiten und Recyclern neue Geschäftsmöglichkeiten – etwa im Kosmetik- oder Hygienebereich.
PRSE als Plattform für zukunftsfähige Lösungen
Als etablierte europäische Fachmesse für Kunststoffrecycling bündelt die PRS Europe Innovation, Dialog und Vernetzung an einem Ort und schafft damit den idealen Rahmen, um Antworten auf die aktuellen Herausforderungen der Branche zu diskutieren und sichtbar zu machen. Hier setzt auch Lindner an.
„Die volatilen Rohstoffmärkte und die steigenden Rohölpreise setzen die Kunststoff- und Recyclingbranche ebenso wie die hohen Energiekosten stark unter Druck,“ erklärt Matthias Egarter, Geschäftsführer bei Lindner. „Umso wichtiger sind effiziente und stabile Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Sie ermöglichen nicht nur niedrigere OPOEX, sondern auch eine höhere Rezyklatqualität, wodurch Recyclern neue Geschäftsfelder, etwa in regulierten Bereichen wie Lebensmittel-, Kosmetik- oder Hygieneverpackungen, eröffnet werden.“
SAVE THE DATE:
Lindner Vortrag
„Enabling Food-Grade Approved Recyclate. The Polymer Matters Success Story. “
Mittwoch, 6. Mai, 2026
13.10 bis 13.40 Uhr
Conference Theatre 1
Rezyklate in Foodgrade Qualität
Ein zentraler Schwerpunkt von Lindner auf der PRSE 2026 ist die Aufbereitung und das Recycling von Post-Consumer-Kunststoffen. Wie sich aus gebrauchten Milchflaschen mithilfe modernster Wasch- und Extrusionstechnologie lebensmitteltaugliches rHDPE-Granulat industriell herstellen lässt, zeigt das Beispiel des nordirischen Recyclingbetriebs Polymer Matters.

Process excellence
Um lebensmitteltaugliches Rezyklat herzustellen, müssen alle Prozessschritte präzise aufeinander abgestimmt sein. Genau hier setzen Lindner Washtech und EREMA an: Ihre Technologiepartnerschaft ermöglicht die enge Abstimmung aller Prozesse: vom Sortieren, Zerkleinern, Waschen bis hin zur Extrusion – eine wesentliche Voraussetzung für Food-Grade-Anwendungen im industriellen Maßstab.

Flexloop
Zu den weiteren Highlights am Messestand zählt das modulare Flexloop-System, dessen Kern ein lösemittelbasierter Extraktionsprozess ist, der Polymerketten zuverlässig von Verunreinigungen (NIAS), Gerüchen, Klebstoffen und Druckfarben befreit. Rezyklate aus Post-Consumer-Sammlungen können künftig selbst für sensible Verpackungen, etwa im Kosmetik- oder Hygienebereich, eingesetzt werden.
